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Ökotest-Matratzen (Wer, Wie, Wo, Was)

“Schlaf, Kindlein, schlaf …” – viele Male haben uns unsere Eltern in den Schlaf gesungen, heute tun wir es möglicherweise bei unserem Nachwuchs und alle, wirklich jeder, möchte gut schlafen und morgens wieder erholt aufwachen. Viele Umstände sind für erholsamen Schlaf zu beachten. Der Frage, welche Matratzen gut sind, was aber nicht unbedingt bedeutet, dass diese Matratzen für Sie am besten geeignet sind, geht Ökotest nach.
Immer wieder testet Ökotest verschiedene Matratzen: Schaumstoffmatratzen, Überzüge für Allergiker, Matratzen und Reisebetten für Kinder und vieles mehr. Möchten Sie die ausführlichen Testberichte lesen, bekommen Sie diese auf www.ökotest.de.
Wir möchten Ihnen hier die Kurz-Ergebnisse der Schaumstoffmatratzen, sowie die der Allergikerüberzüge kurz vorstellen, da wir diese für die wichtigsten halten:

Ökotest über Schaumstoffmatratzen
Eine Matratze muss uns einen erholsamen Schlaf ermöglichen. Schaumstoffmatratzen sind eine der beliebtesten, wenn nicht sogar die beliebteste Matratzenart. Getestet wurden Mitte 2012 zwölf Schaumstoffmatratzen:

1. Allnatura Dormistar Bio- Kaltschaum- Matratze, medium Allnatura
2. Diamona Fitness Plus H2 Diamona
3. Dunlopillo Aerial Premium Dunlopillo
4. F.A.N. Frankenstolz Medisan Dream KS H2 Frankenstolz
5. Irisette Lotus H2 Irisette
6. Malie Samira Medicott H2 Malie
7. Mediflex 14 Kaltschaum, H2 Breckle
8. Röwa Legra Topas, medium Rössle & Wanner
9. Schlaraffia Giga Plus H2 Schlaraffia
10. Sultan Favang Ikea
11. Vitalis Comfort H2 Matratzen Concord
12. VitaSan medium Matratzen Factory Outlet

Keine dieser Schaumstoffmatratzen erfüllte die gestellten Anforderungen zu 100% – ein Pluspunkt ist aber die durchweg geringe Schadstoffbelastung.

Überzüge für Allergiker
Allergiker sind darauf angewiesen, dass die Matratzenüberzüge das halten, was die Hersteller versprechen.

1. ACb Comfort Dr. Beckmann
2. Allcon Preventsoft Allcon
3. Allergika Sensitive Allergika
4. Allergo Natur Melkofin Allergieset Allergo Natur Pharmazeutika
5. Allermed Encasing Pure Nature
6. Brinkhaus Morpheus Milbensperre Brinkhaus
7. Omron Allergo Soft Micro Omron Medizintechnik
8. Pulmanova Basic Medi- Tech
9. SachMed Comfort SachMed

Diese 9 Überzüge wurden ebenfalls Mitte 2012 getestet. Zwar verhindern fast alle der getesteten Produkte das nach außen Dringen des Allergie-hervorrufenden Milbenkots, doch wenn Sie auch schadstofffrei schlafen möchten, können Sie sich nicht blind auf alle Modelle verlassen.
Besonders enttäuschend ist der Bezug von Omron, der sowohl vom Hersteller, als auch von den Händlern, als luftdurchlässig beworben wird. Doch weder auf dem Etikett ist etwas davon zu lesen, noch war etwas davon im Test zu bemerken.

Fazit: Achten Sie genau auf die Etiketten, die inzwischen sehr genau angeben müssen, was in der Matratze oder dem Überzug enthalten ist!

Schadstofffreie Produkte

Immer wieder wird in den Medien von schädlichen Produkten berichtet. Ein Skandal jagt den nächsten. Dabei sind diese Skandale branchenübergreifend: Lebensmittel sind ebenso betroffen, wie Kinderspielzeug, Kleidung und Baustoffe. Auch in Bezug auf Matratzen und andere Schlafutensilien wird immer wieder darüber diskutiert, ob diese nun tatsächlich schadstofffrei sind oder nicht.

Schadstoffe können bei diesen Produkten z.B. Gifte, Pestizide und andere gesundheitsschädliche Bestandteile sein. Ein allgemein gültiges Gütesiegel gibt es bislang nicht. Zwar wird gerne der Begriff „Bio“ genutzt, doch das bedeutet lediglich, dass keine oder kaum Pestizide für den Anbau der Rohstoffe genutzt worden sind. Andere Schadstoffe können durchaus dennoch vorhanden sein.

Öko-Tex Standard 100
Das Öko-Tex Siegel zeichnet Textilien, wie etwa Bettwäsche oder Matratzenüberzüge aus, denen eine Unbedenklichkeit hinsichtlich der Gesundheit bescheinigt worden ist. Dafür müssen die entsprechenden Textilien zahlreichen und aufwändigen Laboruntersuchungen Stand halten.

Tests der Stiftung Warentest
Stiftung Warentest testet im Namen der Verbraucher jährlich zahlreiche Produkte, unter anderem auch hinsichtlich der Gesundheitsgefährdung. Bei immer wieder kehrenden Tests von Matratzen werden, vorrangig im Matratzenmaterial, Schadstoffe gefunden. Auch werden gerne irreführende Aussagen genutzt, um dem Verbraucher zu suggerieren, dass es sich um eine ökologische Matratze handle.

Empfehlungen
Insbesondere in Modellen aus Übersee, sind immer wieder Schadstoffe in Matratzen zu finden. Grund ist die lange Lagerzeit, wegen der die Matratzen oft mit Mitteln gegen Schimmel- oder Schädlingsbefall behandelt werden. Achten Sie beim Kauf daher besonders auf einen intensiven, fast schon beißenden Geruch. Stellen Sie einen solchen fest, sollten Sie sich lieber für eine andere Matratze entscheiden oder diese zumindest solange auslüften lassen, bis dieser Geruch verflogen ist.
Auch können Sie Naturmaterialien bevorzugen, da diese häufig weniger Schadstoffe enthalten. Sind Sie sich nicht sicher, lassen Sie sich beim Fachhändler Ihres Vertrauens beraten. Und denken Sie daran: Eine schadstofffreie Matratze ist ein großer Schritt in Richtung gesunden Schlafs!

Raumklima (gut schlafen, Schimmel vermeiden, etc.)

Neben einer guten Matratze, dem passenden Lattenrost, entspannenden Einschlafritualen und einer ergonomischen Liegeposition ist auch das Raumklima entscheidend für einen gesunden und erholsamen Schlaf.
Junge Eltern werden es wissen: Bei Neugeborenen ist darauf zu achten, dass die Temperatur beim Schlafen 18 Grad möglichst nicht überschreitet (jedoch auch nicht deutlich darunter liegt). Auch bei Erwachsenen ist das die Temperatur, die im Schlafzimmer herrschen sollte.
Haben Sie schon einmal in einem total überheizten Raum geschlafen? War das erholsam? Sind Sie am Morgen entspannt und ausgeruht aufgewacht? Wohl eher nicht – der Kopf ist schwer, man ist schlapp und unausgeruht.
Ist das Schlafzimmer hingegen zu kalt, kann man sich nicht nur erkälten, sondern oftmals vor lauter Frieren auch gar nicht erst einschlafen.

Was also tun, um das Raumklima optimal zu halten?
• Lüften Sie direkt vor dem Schlafengehen Ihr Schlafzimmer. Kippen Sie das Fenster nicht nur an, sondern öffnen Sie es, unabhängig von der Außentemperatur, für mindestens 10 Minuten vollständig.
• Ist Ihnen die Luft in Ihrem Schlafbereich zu trocken (meist zu merken an einem extrem trockenen Hals in der Früh), sorgen Sie für eine höhere Luftfeuchtigkeit. Das können Sie mittels eines Luftbefeuchters tun, ein nasses (nicht triefendes) Handtuch auf der Heizung ist oftmals für den Anfang bereits auch schon ausreichend. Auch Grünpflanzen sind hervorragende Luftbefeuchter, der nette Nebeneffekt: Sie filtern zudem die Schadstoffe aus der Luft.
• Befreien Sie Ihr Schlafzimmer von Schadstoffen. Lüften Sie neue Möbelstücke erst ordentlich aus, bevor Sie mit diesen in einem Zimmer schlafen.
• Natürlich dürfen sich auch keine Schimmelflecken oder sonstige Belastungen in einem Schlafzimmer befinden. Sollten Sie davon betroffen sein, entfernen Sie den Schimmelfleck und rufen Sie den Hauswart an. Dieser kann entscheiden, wie weiter zu verfahren ist. Entgegen der allgemeinen Meinung: Nicht nur schwarzer Schimmel ist ungesund!

Beherzigen Sie diese Tipps, werden Sie schnell merken, dass Sie besser schlafen können!