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Tempur-Matratze: Ein perfektes Liegegefühl, das nun auch kombinierbar ist

Seit Januar 2013 hat Tempur seine Produktpalette verändert und umgestellt. Diese Veränderung gilt in erster Linie für die Tempur-Matratze. Ab sofort gibt es die Tempur Original Matratzen, die Tempur Cloud Matratzen und die Tempur Sensation Matratzen in den Matratzenhöhen 19 cm, 21 cm, und 25 cm. Damit lassen sich die Matratzen untereinander gut kombinieren und sind alle gleich hoch.  So kann in einem Doppelbett eine weicherer Tempur Cloud 21 Matratze neben eine festeren Tempur Original 21 Matratze liegen. Das gleiche gilt für die Kombinationen Matratze Cloud 21 mit der Matratze Sensation 21 oder Matratze Original 21 mit der Matratze Sensation 21.

Zusätzlich gibt es die Matratze Tempur Original Deluxe 22 Matratze mit einem Bezug mit 1,5 cm Tempur Softschicht für ein softigeres Liegekomfort mit sehr guter Unterstützung. Die Tempur Original Matratzen haben auch einen Bezug mit einem neuen Design. Dieser wertet die Tempur Matratzen deutliche auf.
Die Tempur Schlafkissen,  die Tempur Flex Systemrahmen, die Tempur Flex Einlegerahmen, die Tempur Cloud Systemrahmen, sowie die Tempur Decken und das Tempur Zubehör, also Tempur Reiseset, Tempur Schlafmaske und andere Tempurartikel, sind unverändert geblieben.

Die Tempur Prestige Betten mit den Kopfteilen Motion, Horizon und Shallow runden das exklusive Tempurprogramm ab und lassen die Kollektionen sehr gut harmonisieren. So bekommen Sie ihr klassisch und modernes Schlafzimmer mit besten Schlafkomfort.

Fachbegriffe Matratzen

Nachdem es beim letzten Mal um Fachbegriffe zu Betten, Decken, Kissen und Topper ging, sollen diesmal Fachberiffe zu Matratzen erklärt werden:

Aerial: Ein patentierter Kaltschaum aus dem Hause Dunlopillo. Die Dunlopillo Aerial Matratzen zeichnen sich durch noch genauere Körperanpassung aus.

Coltex: Nichts anderes als Kaltschaum. Der Begriff wird bei Dunlopillo Matratzen verwendet.

Federkernmatratze: Die kostengünstigste Lösung einer Matratze für ein Bettsystem. Der Körper sinkt bei dieser Art Matratze eher großflächig ein, da die einzelnen Metallfedern miteinander verbunden sind.

Härtegrad: Die Festigkeit der Matratze wird in Härtegrade eingeteilt. Die gängigsten Härtegrade sind H2 und H3. Einige spezielle Matratzenmodelle sind ebenfalls in H1 oder H4 erhältlich. Die Angaben sind nicht genormt und können deshalb von Hersteller zu Hersteller variieren. Grundsätzlich kann man aber die Matratzen wie folgt einteilen:
Körpergewicht bis 60 kg – Härtegrad 1
Körpergewicht bis 80 kg – Härtegrad 2
Körpergewicht ab 80 kg – Härtegrad 3
Körpergewicht ab 110 kg – Härtegrad 4

Kaltschaum: Ein Schaum der im kalten Zustand hergestellt wird. Dadurch werden die chemischen Zusammensetzungen besser gewahrt und das Produkt ist stabiler und langlebiger. Kaltschaummatratzen sind daher gut haltbare Produkte.

Kaltschaummatratzen: Matratzen die eine hohe Punktelastizität bieten. Der Körper kann optimal einsinken und die Wirbelsäule wird hervorragend gestützt. Diese Matratzen bestehen aus synthetischem Polyurethan, welcher aus einer chemischen Reaktion aus Polyolen, Isocyanaten und Wasser entsteht. Die feinen Luftkanäle die beim Aufschäumen entstehen, sorgen für eine gute Durchlüftung der Matratze.

Latex: Eine milchige Masse die zu einem Matratzenkern vulkanisiert (erhitzt) wird. Je höher der Latexanteil, desto natürlicher ist das Produkt. Naturlatexmatratzen haben einen  Latexanteil von weit über 90 %.

Liegezonen: Matratzen sind in unterschiedliche Liegezonen unterteilt damit der Körper unterschiedlich tief einsinken kann und die Wirbelsäule in eine natürliche entlastende Lage gebracht wird.

Folgende  7 Zonen Einteilung ist am häufigsten zu finden:

1.Zone –> sanft stützende Kopfzone
2.Zone –> softe Schulter-Komfortzone – sorgt für Einsinken der Schulter in Seitenlage und Stützung in Rückenlage
3.Zone –> feste Lendenzone für eine wirksame Unterstützung der Wirbelsäule
4.Zone –> ergonomische Becken-Komfortzone – garantiert eine elastische dauerhafte Körperanpassung
5.Zone –> anpassungsfähige Oberschenkelzone
6.Zone –> elastische Unterschenkelzone
7.Zone –> softige Fußzone

Partnermatratzen: Matratze die gleichzeitig 2 verschiedene Festigkeiten hat. Jeder Partner hat dadurch seine persönliche Seite und beide genießen einen Liegekomfort über die gesamte Breite der Matratze, weil keine “Besucherritze” vorhanden ist.

Punktelastizität: Die punktgenaue Anpassung der Verformung einer Matratze an einen Körper.

Raumgewicht: Damit wird die Qualität des Schaums gemessen. Je höher das Raumgewicht (auch RG genannt), desto besser ist die Qualität. In der Regel wird das RG in Maßeinheiten von 20-65 benannt, die sich aus dem Gewicht des verwendeten Materials auf 1m3 in KG ergeben. Gerade bei Kaltschaummatratzen ist das eine entscheidende Größe für die Qualität.

Taschenfederkern: Federn in kleinen Formaten, die in Textiltaschen einzeln gelagert sind. Diese Taschen sind in der Regel in der Mitte mit einander verbunden und gewährleisten dadurch bei Taschenfederkern Matratzen eine bessere Körperanpassung.

Pflegehinweise für Matratzen

Die beste Matratze nutzt Ihnen nichts, zumindest nicht langfristig, wenn Sie sie nicht pflegen. Hier haben wir Ihnen die besten Pflegetipps zusammengestellt, damit Sie Ihre Matratze möglichst lange nutzen können und einen gesunden und erholsamen Schlaf genießen.

 Nutzen Sie einen Lattenrost, um die optimale Belüftung der Matratze zu gewährleisten.
 Schlafen Sie am besten nur auf Ihrer Matratze. Wechseln Sie im Doppelbett nicht die Seiten, denn die Matratzen passen sich, nach einer Eingewöhnungsphase, an Ihren Körper und Ihre Schlafposition an.
 Lassen Sie Ihre Matratze tagsüber auslüften. Nehmen Sie das Deckbett herunter und machen Sie das Bett erst einige Stunden später.
 Lüften Sie Ihr Schlafzimmer ausreichend.
 Optimal ist eine Zimmertemperatur zwischen 14 und17 Grad, die Luftfeuchte sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen.
 Wenden Sie Ihre Matratze regelmäßig. Am einfachsten ist es, wenn Sie die Matratze bei jedem Bettwäschewechsel umdrehen. Drehen Sie sie nicht nur von links nach rechts, sondern wenden Sie sie auch in der Länge (tauschen Sie Kopf- und Fußseite aus).
 Bürsten Sie die Matratze mit einer weichen Bürste ab. Klopfen Sie sie keineswegs aus oder saugen sie ab, denn das schadet der Matratze und verringert die Lebensdauer.
 Weist Ihre Matratzen einen waschbaren Bezug auf, waschen Sie diesen regelmäßig, entsprechend der Pflegehinweise auf dem Etikett. Lassen Sie den Bezug an der Luft trocknen, keinesfalls sollten Sie ihn in den Trockner geben!
 Lüften Sie abnehmbare Matratzenbezüge regelmäßig.
 Nennt der Hersteller oder Händler Pflegehinweise, die speziell für Ihre Matratze erforderlich sind, halten Sie sich an diese. Fragen Sie bei Unklarheiten gegebenenfalls nach.
 Lassen Sie Ihre Matratze 1 bis 2 Mal pro Jahr fachmännisch reinigen

Halten Sie diese Pflegehinweise ein, ist eine durchschnittliche Nutzung der Matratze von acht Jahren durchaus keine Seltenheit. Ist Ihre Matratze jedoch von Wanzen oder anderen Schädlingen befallen, oder pflegen Sie Ihre Schlafunterlage nicht optimal, kann ein früherer Austausch von Nöten sein!

Ökotest-Matratzen (Wer, Wie, Wo, Was)

“Schlaf, Kindlein, schlaf …” – viele Male haben uns unsere Eltern in den Schlaf gesungen, heute tun wir es möglicherweise bei unserem Nachwuchs und alle, wirklich jeder, möchte gut schlafen und morgens wieder erholt aufwachen. Viele Umstände sind für erholsamen Schlaf zu beachten. Der Frage, welche Matratzen gut sind, was aber nicht unbedingt bedeutet, dass diese Matratzen für Sie am besten geeignet sind, geht Ökotest nach.
Immer wieder testet Ökotest verschiedene Matratzen: Schaumstoffmatratzen, Überzüge für Allergiker, Matratzen und Reisebetten für Kinder und vieles mehr. Möchten Sie die ausführlichen Testberichte lesen, bekommen Sie diese auf www.ökotest.de.
Wir möchten Ihnen hier die Kurz-Ergebnisse der Schaumstoffmatratzen, sowie die der Allergikerüberzüge kurz vorstellen, da wir diese für die wichtigsten halten:

Ökotest über Schaumstoffmatratzen
Eine Matratze muss uns einen erholsamen Schlaf ermöglichen. Schaumstoffmatratzen sind eine der beliebtesten, wenn nicht sogar die beliebteste Matratzenart. Getestet wurden Mitte 2012 zwölf Schaumstoffmatratzen:

1. Allnatura Dormistar Bio- Kaltschaum- Matratze, medium Allnatura
2. Diamona Fitness Plus H2 Diamona
3. Dunlopillo Aerial Premium Dunlopillo
4. F.A.N. Frankenstolz Medisan Dream KS H2 Frankenstolz
5. Irisette Lotus H2 Irisette
6. Malie Samira Medicott H2 Malie
7. Mediflex 14 Kaltschaum, H2 Breckle
8. Röwa Legra Topas, medium Rössle & Wanner
9. Schlaraffia Giga Plus H2 Schlaraffia
10. Sultan Favang Ikea
11. Vitalis Comfort H2 Matratzen Concord
12. VitaSan medium Matratzen Factory Outlet

Keine dieser Schaumstoffmatratzen erfüllte die gestellten Anforderungen zu 100% – ein Pluspunkt ist aber die durchweg geringe Schadstoffbelastung.

Überzüge für Allergiker
Allergiker sind darauf angewiesen, dass die Matratzenüberzüge das halten, was die Hersteller versprechen.

1. ACb Comfort Dr. Beckmann
2. Allcon Preventsoft Allcon
3. Allergika Sensitive Allergika
4. Allergo Natur Melkofin Allergieset Allergo Natur Pharmazeutika
5. Allermed Encasing Pure Nature
6. Brinkhaus Morpheus Milbensperre Brinkhaus
7. Omron Allergo Soft Micro Omron Medizintechnik
8. Pulmanova Basic Medi- Tech
9. SachMed Comfort SachMed

Diese 9 Überzüge wurden ebenfalls Mitte 2012 getestet. Zwar verhindern fast alle der getesteten Produkte das nach außen Dringen des Allergie-hervorrufenden Milbenkots, doch wenn Sie auch schadstofffrei schlafen möchten, können Sie sich nicht blind auf alle Modelle verlassen.
Besonders enttäuschend ist der Bezug von Omron, der sowohl vom Hersteller, als auch von den Händlern, als luftdurchlässig beworben wird. Doch weder auf dem Etikett ist etwas davon zu lesen, noch war etwas davon im Test zu bemerken.

Fazit: Achten Sie genau auf die Etiketten, die inzwischen sehr genau angeben müssen, was in der Matratze oder dem Überzug enthalten ist!

Silber im Matratzenbezug?

Silber wird bereits seit tausenden von Jahren für verschiedenste Zwecke, aufgrund seiner therapeutischen Eigenschaften angewendet. Bereits die Römer erkannten die Heilwirkung von Silber, so dass sie schon im 5. Jahrhundert auf ihren Feldzügen nur Wasser aus Silberbehältnissen tranken. Silber erhält die Reinheit und Trinkbarkeit von Wasser. Heute kommt die Erkenntnis dazu, dass Silber auch Salmonellen und E-Kolibakterien abtöten kann. In den USA beispielsweise bekommen Neugeborene Augentropfen mit einem Silbernitrat verabreicht, um Entzündungen vorzubeugen.

Positive Eigenschaften von Silber
• Silber ist extrem leitfähig. Die elektrische und thermische Leitfähigkeit von Silber ist so hoch wie in keinem anderen Material
• Infrarotstrahlen werden von Silber in höchstem Grad reflektiert
• Elektromagnetische Abschirmung ist mit Hilfe von Silber höchst wirkungsvoll

Eigenschaften im Matratzenbezug
Diese Eigenschaften kann man sich zu Nutzen machen und Silber in einen Matratzenbezug integrieren. Dieser zeichnet sich durch Eigenschaften, wie eine optimale Verhinderung unangenehmer Gerüche, eine hervorragende antistatische Wirkung und eine Abschirmung elektromagnetischer Wellen, aus. Die Waschbarkeit ist dennoch gegeben. Ist das Silber eingenäht, können diese Vorteile, gegenüber anderen Matratzenbezügen, auch dauerhaft gewährleistet werden.

Studien belegen Wirksamkeit
Dr. Philipp Terno hat an der Universität von New York Studien durchgeführt, welche die Wirksamkeit des Silbers im Bezug nachgewiesen haben. Mit Hilfe der traditionellen Kirby-Bauer Methode, wurde die antimikrobiotische Wirkung festgestellt.
An der Tokai Universität untersuchten die beiden Doktoren Seiki Tazume und Takahiko Yoshida die Wirksamkeit gegen Mikroben. Die Ergebnisse waren herausragend.

Noch weisen nicht alle Matratzenbezüge Silber auf. Das kann sich zukünftig jedoch ändern. Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Bezug oder einer neuen Matratze samt Bezug sind, sollten Sie den Kauf eines mit Silber versehenen Produktes durchaus in Betracht ziehen!

Gütesiegel / Zertifikate

Wie bei anderen Produkten, gibt es auch bei Matratzen gewisse Gütesiegel und Zertifikate. Die vier häufigsten und von der Stiftung Warentest zu den wichtigsten ernannten, möchten wir Ihnen nachfolgend gerne vorstellen:

Öko-Tex Siegel
Internationale Textil-Forschungsinstitute haben sich zur Öko-Tex-Gemeinschaft zusammengeschlossen. Mit dem Zertifikat „Schadstoffgeprüfte Textilien nach Öko-Tex Standard 100“ wird ausgesagt, dass das Produkt, also Bezug, Kern und sonstige Bestandteile der Matratze, keine oder kaum Schwermetalle, aromatische Kohlenwasserstoffe oder sonstige Pestizide und giftige Verbindungen enthalten. Geprüft wird neben den Bestandteilen auch der Geruch der Matratzen.

Siegel der LGA
Von der LGA, der Landesgewerbeanstalt Bayern, werden zweierlei Zertifikate vergeben.
Zum einen das Siegel „LGA schadstoffgeprüft“, zum anderen das „LGA Qualitätszertifikat“.
Während bei dem ersteren eine sehr strenge Kontrolle hinsichtlich der in der Matratze befindlichen Schadstoffe stattfindet und dieses Zertifikat ausschließlich dann vergeben wird, wenn maximal geringe Spuren von Pestiziden, wie Permethrin, enthalten sind, lehnen sich die Kriterien bezüglich der Schadstoffmessung des Qualitätszertifikats, an die des Öko-Tex-Siegels an. Darüberhinaus werden die mit diesem Siegel versehenen Matratzen auf weitere Funktionen, wie die Lebensdauer, hin überprüft.

Eco Umweltinstitut
Auch das Kölner Unternehmen eco prüft die Matratzen auf ihren Schadstoffgehalt. Produkte mit diesem Kennzeichen weisen ebenfalls ,wie das LGA schadstoffgeprüft-Siegel, nur maximal äußerst geringe Mengen an Pestiziden wie Permethrin auf. Grund dafür ist, dass laut Studien dieses Biozid möglicherweise gesundheitliche Schäden bei anfälligen Personen, wie Allergikern oder Kindern, verursachen kann.

Zur Verfügung gestellt werden die Matratzen bislang von den Herstellern. Das eco-Umweltinstitut überlegt aktuell aktiv Matratzen zu testen. Wenn das der Fall sein wird, kann davon ausgegangen werden, dass auch das LGA, sowie Öko-Tex dem folgen werden.
Nachtests, also Kontrolluntersuchungen nach der Zertifikatsvergabe, werden schon jetzt von allen drei Instituten vorgenommen.

Kennzeichnungspflichten

Das Onlinegeschäft hat den Einkauf für den Verbraucher in vielerlei Hinsicht stark vereinfacht. So müssen Waren auf bestimmte Weise gekennzeichnet werden und diverse Angaben zum Produkt deutlich für den Interessenten einsehbar sein. So auch bei Matratzen.

Händler, die lediglich die Art des Bezuges ihrer angebotenen Matratzen angeben, werden zur Zeit verstärkt abgemahnt, da diese Angaben nicht den Vorgaben des Textilkennzeichnungsgesetztes, kurz TextilKG, entspricht.

§ 1 des TextilKG besagt, dass textile Produkte lediglich dann gewerbsmäßig verkauft werden dürfen, wenn Art und Gewichtsanteil der verwendeten Textilien angegeben werden.

§ 2 des Gesetzes besagt, dass alle Teile einer Matratze, die zu 80 Prozent oder mehr aus Textilien bestehen, gekennzeichnet sein müssen. Das kann bedeuten, dass neben dem Bezugsstoff auch das Innere der Matratze deutlich aufgeführt werden muss. Mehrfachkennzeichnungen sind daher keine Seltenheit.

Importeure und Hersteller sind verpflichtet, dass die Angaben auf ihren Produkten einwandfrei sind, doch auch der Händler kann im Falle einer nicht korrekten Ausweisung haftbar gemacht werden. Betroffen sind davon ebenfalls die Produkte, die der Kennzeichnungspflicht nicht unterliegen (also zu weniger als 80 Prozent aus Textilien bestehen), die aber freiwillig, jedoch fehlerhaft oder unvollständig, gekennzeichnet werden.

Anforderungen an die Kennzeichnung
Die Angaben können auf einem Etikett zusammengefasst werden. Dieses muss gut lesbar, leicht zugänglich und vor allem dauerhaft zu erkennen sein.
Auch die Art und Weise wie die Angaben zu machen sind ist geregelt. So dürfen nur Bezeichnungen nach Anhang I der Verordnung genutzt werden. Das bedeutet, dass Bezeichnungen wie Wolle, Leinen oder Seide zulässig, Acryl und Lycra hingegen jedoch nicht zugelassen sind. Lediglich, wenn ein Produkt zu 100 Prozent aus einer Faser besteht, dürfen die Bezeichnungen „rein“, „ganz“ oder „100 %“ verwendet werden. Weitere Informationen können Sie hier (http://www.textilkennzeichnungsverordnung.de/anlagen-zur-verordnung/anhang-i-liste-der-bezeichnungen-von-textilfasern/index.html) einsehen.

Probeliegen: Matratzen sind wie Maßanzüge

Der Schlaf ist für unseren Körper unabdingbar. Im Schlaf tanken wir neue Energie und regenerieren all unsere Körperteile. Eine gute Matratze kann Wunder wirken, eine schlechte uns das Leben zur Qual machen.

Probeliegen ein Muss
Eigentlich sollte hinter dieser Aussage besser ein Fragezeichen stehen, denn Experten sind sich bei dieser Frage alles andere als einig. Während die einen sagen, dass eine Matratze nur nach einem Probeliegen gekauft werden sollte, schwören andere darauf, dass es auch ohne geht. Einig sind sich alle, wenn es darum geht, dass eine Matratze nicht auf Grund eines Kostenfaktors gekauft werden sollte, sondern immer an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden muss.

Probeliegen – Vor- und Nachteile
Beim Probeliegen können Sie feststellen, ob die Matratze überhaupt für Sie geeignet ist. Ob das Material für Sie passt, der Härtegrad in Ordnung ist und auch die angedachte Größe optimal ist. Sie können verschiedene Modelle, Härtegrade, Größen, Hersteller und Materialien ausprobieren und so die passenden Grundvoraussetzungen für die persönlich perfekt abgestimmte Matratze ausmachen. Das sind Vorteile, die Sie nur beim Probeliegen erfahren können.
Der größte Nachteil ist, dass Sie beim Probeliegen nicht sicher sagen können, ob die getestete Matratze auch auf Dauer die richtige für Sie sein wird.

Maßgeschneiderte Matratzen
Anders als bei Anzügen und Hemden ist es bei der Matratze (noch) nicht möglich, eine nach seinen ganz eigenen Vorstellungen zusammenzustellen. Zumindest nicht ganz. Denn Sie haben durchaus die Möglichkeit, verschiedene Größen, Materialien und Härtegrade zu wählen. Sie sind beim Hersteller nicht festgelegt und so können nahezu alle Ihre Bedürfnisse befriedigt werden. Am besten ist es, Sie lassen Ihren Körper / Wirbelsäule einmal scannen. So können Sie herausfinden, welcher Härtegrad für Sie, orthopädisch gesehen, der optimale ist. Testen Sie diesen, sprechen Sie mit dem Fachverkäufer über weitere, Ihnen wichtige, Details und stellen Sie sich so ein System zusammen, das fast wie ein Maßanzug auf Sie zugeschnitten ist!

Milben, Wanzen, Pflege, Entsorgung (…)

Trotz optimaler Pflege kann es passieren, dass Ihre Matratze von Milben, Wanzen oder sonstigen Schädlingen befallen wird.

Milben im Bett
Oftmals sind diese kleinen Tierchen mit bloßem Auge gar nicht zu erkennen, vorhanden sind Sie jedoch immer. Auch sind Milben nicht gefährlich, jedoch können sie bei dem einen oder anderen Allergien, wie eine Hausstauballergie, auslösen.
Milben mögen es gerne warm und feucht, daher ist die Matratze für sie der optimale Lebensraum. Reinigen Sie Ihre Matratze ebenso regelmäßig, wie Sie es mit Ihren Teppichen und Decken auch tun. Hilfreich kann auch ein milbenundurchlässiger Überzug für Ihre Matratze sein.

Bettwanzen
Bettwanzen gehören zu den Plattwanzen, sie sind darauf spezialisiert, in Schlafbereichen von gleichwarmen Wesen zu leben und sich von deren Blut zu ernähren. Sie sind von daher klassische Parasiten. Auf Grund ihrer minimalen Größen sind auch Wanzen im Bett kaum auszumachen, jedoch ist ihr Speichel für den Menschen sehr unangenehm. Starker Juckreiz für einige Tage ist keine Ausnahme, bei sensibleren Menschen führt er zudem zu Hautentzündungen, einem leichten Krankheitsgefühl bis hin zu Sehstörungen. Bekämpft werden können Bettwanzen nach einer Befallermittlung mit Insektiziden. Die Anwendung dieser Schädlingsbekämpfungsmittel sollte unbedingt von einem Fachmann durchgeführt werden. Eine Alternative ist die Erhitzung der Matratze auf etwa 55 °C, da bei dieser Temperatur Wanzen sowie ihre Eier absterben.

Parasiten im Bett verhindern
Es ist nahezu unmöglich, das Vorkommnis von Parasiten und Kleinstlebewesen in Ihrer Matratze zu verhindern. Eine regelmäßige Reinigung sowie entsprechende Überzüge können den Befall eindämmen. Zu empfehlen ist es außerdem, dass Sie Ihre Matratzen spätestens alle zehn Jahre auswechseln, besser wären sogar alle fünf bis sieben Jahre.

Entsorgung
Ist Ihre Matratze von Milben, Wanzen oder ähnlichen Lebewesen befallen, sollten Sie diese schnellstmöglich entsorgen. Bei einem Kauf von neuen Matratzen bieten viele Händler (online sowie im Ladengeschäft) die Entsorgung der alten Matratzen an. Alternativ können Sie diese selber zum nächsten Wertstoffhof bringen oder von entsprechenden Firmen abholen lassen. Bitte bedenken Sie, dass Sie von Schädlingen befallene Matratzen nicht mehr weiterverschenken – denn auch die Bedürftigen möchten sicher nicht in einem wanzenbefallenen Bett schlafen – oder was meinen Sie?

Entsorgung alter Matratzen

Etwa alle acht bis maximal zehn Jahre sollten Sie Ihre Matratzen auswechseln. So erhalten Sie sich die gute Schlafqualität und optimale Hygiene. Denn so sehr Sie Ihre Matratze auch pflegen, eine Abnutzung können Sie – wie bei anderen Gebrauchsgegenständen – nicht vollständig verhindern. Ein Patentrezept, wie eine Matratze entsorgt werden muss, gibt es nicht. Sie haben verschiedene Möglichkeiten.

Matratzenentsorgung via Händler
Kaufen Sie eine neue Matratze, bieten zahlreiche Händler im Gegenzug die Entsorgung Ihrer alten Matratze an. Dabei spielt es eine eher untergeordnete Rolle, ob Sie den Einkauf online oder in einem Ladengeschäft Ihres Vertrauens tätigen. Dieser Service kann unter Umständen mit einer geringen Servicepauschale verbunden sein, jedoch sparen Sie sich auf diesem Weg die Fahrt zum Sperrmüll. Fragen Sie vor oder während des Kaufes an, inwiefern und auf welchem Wege der Händler Ihre bisherige Matratze entsorgen kann. Oftmals wird diese direkt bei der Lieferung der neuen mitgenommen (maximal so viele, wie Sie auch neu gekauft haben).

Matratzenentsorgung per Sperrmüll
Auch können Sie Ihre alte Matratze selber entsorgen. Der richtige Weg dafür ist der Sperrmüll. Sie können daher Ihre Matratze zum nächsten Wertstoffhof bringen (das kann unter Umständen kostenpflichtig sein – informieren Sie sich bitte bei Ihrer Gemeinde!) oder lassen Sie den Hausrat abholen. Insbesondere die Abholung durch die Stadt oder eine Transportfirma sind oftmals mit horrenden Gebühren verbunden, die Sie einkalkulieren sollten.

Sonstige Entsorgung von Altmatratzen
Befindet sich Ihre Matratze noch in einem guten Zustand? Dann spenden Sie diese doch einfach! Institutionen wie die Caritas, das Rote Kreuz oder sonstige soziale Einrichtungen freuen sich über derartige Sachspenden. Auch können Sie Ihre Matratze(n) direkt bei Frauenhäusern, Asylantenheimen oder anderen Notunterkünften abgeben – die Freude über eine gut erhaltene Spende wird Ihnen gewiss sein!